Finanz-Kurs auf Coursera

Auf Coursera läuft gerade ein Kurs über Finanzen. Wenn man Englisch kann, erscheint er mir sehr empfehlenswert. Ich nehme auch daran teil, und obwohl die Mathematik recht einfach ist (sie kommt gar nicht richtig vor, aber man kann sich die Formeln recht einfach selbst herleiten) ist es doch gut die typischen Fragestellungen zu üben. Es wird auch schnell klar daß man ohne Excel (oder vergleichbares, z.B. Libre Office Spreadsheets) fast keine Chance hat, reale Probleme der Finanzierung zu durchdringen.

Die ersten beiden Wochen sind gerade erst vorbei, bisher wurden eigentlich nur aktueller und zukünftiger Wert von Geld behandelt. Für die Zukunft stehen auch noch Risiko, Aktien und mehr auf dem Programm.

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Die Höhe der Steuern ist egal

Wieviele Steuern man zahlen muss ist völlig egal – es kommt darauf an, wie die Steuern ausgegeben werden. Würde die Regierung die Steuergelder dazu nutzen, mir ein neues iPhone, lebenslang kostenloses Einkaufen bei Amazon und eventuell noch eine kleine Eigentumswohnung zu kaufen, wäre ich damit nicht unzufrieden.

Ein anderes Gedankenspiel macht es vielleicht deutlicher: angenommen die Regierung würde für jeden Bürger eine Art Konto anlegen, und die Steuerzahlungen jeden Bürgers auf dessen Konto anlegen. Die Bürger könnten durch formlose Anträge (eventuell sogar mithilfe einer kleinen Chipkarte) über Nutzung des Geldes beantragen (“ich beantrage den Kauf eines iPhones”) – ganz genau, es wäre kein Unterschied dazu, das Geld selber bei einer Bank anzulegen (Thema Zinsen mal beiseite gelassen).

Somit sind die regelmässig wiederkehrenden Diskussionen über “Steuern sparen”, “Steuern senken” etc. völliger Mumpitz. Worüber sich die Politiker hingegen beharrlich ausschweigen ist WIE sie die Steuergelder effizienter nutzen können. Von Effizienzsteigerung ist nie die Rede, dabei wäre dies der spannende Part.

Meistens beschränkt sich die Politik auf das hinundherverschieben von Steuern: Partei A sieht vor, das Geld vornehmlich bei den Reichen abzuzwacken, Partei B will die Arbeiter noch ein bisschen mehr bluten lassen. Danach läuft es auf einen Machtkampf hinaus, der Verlierer zahlt. Effizienzsteigerung an sich wird vom politischen System hingegen nicht belohnt, daher wird auch nur wenig (öffentlich) darüber nachgedacht.

Leider fällt mir momentan kein Rat mehr für die Leser dieses Blogs ein. Das Thema Wirtschaftskrise war ja eigentlich schon halb durch (man versuchte nicht dran zu denken), wurde mir aber durch die Ankündigung der neuen Rekordschulden der Bundesregierung wieder schmerzhaft in Erinnerung gerufen.

Meinem Gefühl nach wird unsere Zukunft in Deutschland derzeit von der Regierung verramscht. Wie soll man da noch investieren? Ich erwarte, dass Geldanlagen früher oder später entwertet werden. Neues Geld zu verdienen wird auch schwierig, da alles von der Steuer vereinnahmt werden wird. Damit wird man aber keine iPods kaufen, sondern Schulden abbezahlen. Laut aktueller Rechnung des Bundes der Steuerzahler beträgt die Verschuldung des Staates inzwischen ca. 20000€ pro Einwohner. Da nicht jeder Bürger überhaupt Geld verdient (z.B. Kinder, Arbeitslose, Rentner), dürfte die Belastung pro produktivem Bürger noch deutlich höher liegen. Wenn man von seinen Ersparnissen gedanklich schon mal 40000€ abzieht, bekommt man ein besseres Gefühl dafür.

Klassisch bleibt wohl nur die Anlage in Gold, aber selbst dabei bin ich skeptisch. Wenn es hart auf hart kommt, wird der Staat auch danach greifen – so schon geschehen 1933 in Amerika, als Bankschliessfächer nur noch im Beisein eines Staatsbeamten geöffnet werden durften, damit niemand sein Gold unbemerkt zur Seite schaffen konnte. Wohl dem, der sein Gold im Garten vergraben hatte.

Wohnungskauf wäre eventuell ein Gedanke – generell könnte man auf die Geldentwertung spekulieren, indem man Kredite aufnimmt. Dafür bin ich aber nicht Pokerspieler genug. Generell könnte ich mir aber vorstellen, dass es für die Regierung am schwersten durchzusetzen wäre, den Bürgern ihre Eigenheime wegzunehmen – die Proteste wären zu gross. Garantien dafür gibt es nicht, aber vielleicht spricht das ausnahmsweise mal für das Eigenheim.

Als Alternative fällt mir nur ein, in Wissen, Qualifikationen, soziale Netzwerke zu investieren, damit man wenigstens immer die Möglichkeit hat, wieder auf die Füsse zu kommen. Wenn man sich nützlich machen kann, hat man bessere Chancen, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Gute Kontakte (am besten zu Regierungskreisen) helfen in der Not, ein paar Vorteile für sich herauszuschlagen.

Beim Staat angestellt zu werden ist natürlich auch eine relativ sichere Masche, wäre mir persönlich aber nicht erfüllend genug. Ebensowenig erscheint Leistungsverweigerung als schmackhafte Alternative (nichts verdienen und nichts besitzen, damit der Staat auch nichts wegnehmen kann). Wobei es vermutlich Leute gibt, die damit nicht schlecht Leben, mithilfe von kreativer Buchführung.

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Der Joker als unfreiwilliger Robin Hood – überraschende Eigenschaften des Geldes

Kürzlich auf DVD angeschaut: Batman – The Dark Knight. Der Film war wirklich nicht mein Fall, er kam mir grösstenteils wie eine übersteigerte Kleinejungenphantasie vor, was ich eher peinlich fand. Die Batman-Filme die sich selbst ein bisschen auf den Arm genommen haben waren mir lieber.

Eine Stelle im neuen Batman hat mich aber doch amüsiert: nachdem er erfolgreich eine irrsinnige Menge Geld gestohlen hat (ich glaube Milliarden von den anderen Gangstern), verbrennt der Joker einfach seinen Anteil, einen riesigen Berg von Geldscheinen. Die Szene sollte wohl zeigen wie böse und verrückt der Joker ist, es geht ihm noch nicht mal um Geld, sondern einfach nur um Zerstörung.

Dabei ahnte er sicherlich nicht, dass Geld zu verbrennen gleichbedeutend dazu ist, das Geld dem Staat zu spenden. Joker war in der Szene also ein Wohltäter für Gotham City. Es funktioniert nämlich so: da durch die Verbrennung die Geldmenge reduziert wird, steigt aufgrund von “Angebot und Nachfrage” der Wert des sich noch im Umlauf befindlichen Geldes um den Wert des vernichteten Geldes. Oder anders ausgedrückt: da Geld eine Art Schuldverpflichtung des Staates sind (früher gab es gegen Geldscheine Gold, heute weiss man nicht so recht, was Geld eigentlich wert ist), wird durch dessen Verbrennung ein bisschen Schuld des Staates vernichtet.

Aufgrund ähnlicher Betrachtung sind manche reiche Menschen auch Wohltäter der Gesellschaft, obwohl sie ihr Geld nicht ausgeben: solange sie das Geld tatsächlich nicht ausgeben, herrschen eigentlich dieselben Zustände als wäre das Geld verbrannt worden – das Geld fehlt im Umlauf, als wird durch die Knappheit das Umlaufende Geld mehr wert sein. Man kann es auch noch anders sehen: wer Geld erhalten hat, hat dafür ja normalerweise eine Leistung erbracht (z.B. ein Auto gebaut), und es gegen Geld abgegeben. Das Geld ist die Option dafür, irgendwann in der Zukunft eine andere Leistung zurückzuerhalten. Wird diese Option nie ausgeübt (d.h. das Geld nicht ausgegeben), wurde die ursprüngliche Leistung (das Auto zu bauen) also praktisch “kostenlos” erbracht – der Autobauer hat der Gesellschaft ein Auto geschenkt. (Diese Gedanken stammen aus dem Artikel What I love about Scrooge, den ich über Greg Mankiw’s Blog gefunden habe).

Sollte ich am Ende meines Lebens eine riesige Menge Geld und keine würdigen Erben haben, werde ich mir wohl auch überlegen ein kleines Freudenfeuer zu veranstalten. Allerdings erhält man dafür wohl keine Goldplakette an prominenter Stelle, wie man sie durch direktes Spenden vermutlich erlangen könnte.

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Crashkurs – Buchimpression

Vor kurzem habe ich in der Buchhandlung das Buch Crashkurs. Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen von Dirk Müller durchgeblättert. Zum Kauf konnte ich mich noch nicht entschliessen, da ich bereits andere Bücher zu den meisten der darin behandelten Themen habe (etwa “was ist Geld”). Die Rezensionen auf Amazon klingen allerdings auch interessant, wäre erschreckend, wenn die “reale” Inflation tatsächlich bei 9% läge, nicht nur bei den offiziellen 3%.

Was ich im Schnellverfahren durchgelesen habe waren die Anlagetipps für die Krisenzeiten. Das Buch stammt wohl vom Herbst letzen Jahres, dürfte also einigermassen Finanzkrisenaktuell sein. Dirk Müller rät komplett von Aktien und Aktienfonds ab, und auch für Immobilienfonds scheint ihm die Zeit nicht reif zu sein. Er empfiehlt Tagesgeldkonten, da die Zinsen zur Zeit immer besser würden (die Banken brauchen Cash), und ausserdem Gold und evtl auch Silber.

Ich muss zugeben, dass mir noch nicht ganz klar ist, warum derzeit eher eine (Geldanlagen begünstigende) Deflation als eine Inflation erwartet wird – ich sehe nur dass die Staaten sich extrem verschulden, was meiner Meinung nach eher zu Inflation führen müsste. Denn irgendwann werden die Regierungen das Geld drucken, dass ihnen fehlt. Aber das ist nur eine Gefühl ohne grössere Recherche. Ich hätte momentan eher Angst, dass das Geld entwertet wird, daher ist Gold denke ich auf jeden Fall eine gute Idee. Wichtig hierbei ist dieses physisch zu halten, und zwar am besten noch nicht mal im Schliessfach der Bank, sondern irgendwo anders. In Amerika gab es tatsächlich den Fall, dass der Staat sich an die Goldvorräte der Bürger machte, so dass zeitweise Bankschliessfächer nur im Beisein von Beamten geöffnet wurden durften. Kamen dabei unangemeldete Goldvorräte zum Vorschein, musste nachgezahlt werden.

Sicher ist man also nur, wenn man das Gold irgendwie physisch hält. Mir ist noch keine gute Lösung dafür eingefallen, denn bei einem Einbruch alles zu verlieren wäre auch hässlich. Vielleicht bei Freunden und Verwandeten Depots einrichten, um das Risiko zu streuen? Interessant wäre auch, ob evtl. eine Hausratsversicherung helfen könnte – wobei dem Paranoiker in mir inzwischen eingefallen ist, dass die Datenbank der Hausratsversicherungen ja eigentlich das Paradies für Einbrecher sein müsste. Wer weiss, ob da nicht manchmal Informationen weiterverkauft werden (OK, das ist extrem Paranoid…).

Interessant war auch die Erwähnung von Silber in Dirk Müller’s Buch: anscheinend gibt es bislang nur 20 mal mehr verfügbares Silber als Gold auf der Welt, dennoch beträgt der Silberpreis nur ein 70tel des Goldpreises. Daher gehen einige Fachleute davon aus, dass der Silberpreis künstlich niedrig gehalten wird und es irgendwann eine dramatische Preissteigerung bei Silber geben könnte. Dummerweise ist es kaum noch praktikabel, Silber zuhause zu horten, da man entsprechend grössere Mengen als bei Gold bräuchte (Kilos statt Gramm). Daher lagerten viele Leute Silber bei Banken ein – dachten Sie, zumindest schlossen sie entsprechende Verträge mit den Banken. Viele Banken kauften aber dann kein entsprechendes Silber und lagerten es physisch ein, sondern behandelten den Vertrag wie eine Option: sollte der Kunde sein Silber wollen, würde die Bank eben schnell welches kaufen. Hier könnte es passieren, dass Silber plötzlich zu teuer würde (etwa wenn alle gleichzeitig ihr Silber wollen – es gibt mehr “Optionen” auf Silber als es überhaupt Silber gibt), Banken können pleite gehen, und der Kunde hat kein Silber – wieder ein Beispiel das zeigt, wie wichtig es ist, die Edelmetalle tatsächlich selbst zu halten, und nicht bei der Bank.

Ich wollte schon ewig etwas Gold kaufen, weiss aber noch gar nicht, wie ich es angehen soll. Ich werde wohl erstmal bei der Hausbank nachfragen.

Zeitweise dachte ich auch es sei zu spät, da der Preis durch die Krise bereits sehr gestiegen ist. Inzwischen denke ich aber, es lohnt sich trotzdem: das Gold ist ja für Krisenzeiten gedacht, das heisst sollte wirklich der Fall eintreten dass ich es brauche, wäre sehr wahrscheinlich in dem Moment eine Krise am laufen, und der Goldpreis müsste entsprechend auch hoch sein. Mit Gold spekulieren würde ich hingegen nicht, es wäre wirklich eine Anlage für die Ewigkeit (d.h. entweder in einer Krise zu verbrauchen, oder irgendwann an die Nachkommen zu vererben).

Wichtig ist beim Goldkauf wohl, bekannte Standardmünzen oder Barren ohne Sammlerwert zu wählen. “Crashkurs” empfiehlt auch Münzen verschiedener grösse, um im Ernstfall auch kleine Beträge bezahlen zu können.

Zurück zu den Aktien: Herr Müller ist Spezialist dafür, ich bin es nicht. Aber so ganz leuchtet mir die Empfehlung nicht ein. Ich habe mehr Angst davor, dass das Geld entwertet werden könnte, und Aktien scheinen mir eine der wenigen möglichen Sachanlagen zu sein. Sicherlich gibt es Firmen die durch Finanzkrisen stark in Mitleidenschaft gezogen werden, aber einige Dinge die produziert werden werden auch in Krisenzeiten gebraucht, und dann sollten die zugehörigen Aktien doch auch entsprechend stabil bleiben.

Leider habe ich bislang keine Ahnung, wie man gute Aktien auswählt – ich kenne nur eine lange Liste von Dingen, die man vermeiden sollte.

Momentan habe ich noch eine längere Liste von Büchern, die ich zuerst rezensieren wollte, aber vielleicht komme ich noch auf Crashkurs zurück.

Ansonsten: wer lieber Videos als Bücher mag, wird vielleicht diese Vorlesung von Robert Shiller interessant finden. Shiller ist bekannt durch sein Buch Irrational Exuberance, indem es um die Entstehung von Wirtschaftsblasen geht. Er macht in der Vorlesung einen sehr symphatischen Eindruck auf mich, aber er schweift auch gerne ein bisschen ab. Ich wünschte ich hätte die Geduld, mir alle Teile der Vorlesung anzuhören (insgesamt 26 Stunden)… Schon am Anfang sagt er aber vieles, was mir gefällt, unter anderem, dass Finanzexperten nicht immer bösewichter sind. Er vergleicht Finanzkonstrukte mit anderen Ingenieursleistungen und sagt, dass auch bei den Finanzprodukten mehrere “Iterationen” nötig sind, um sie richtig hinzukriegen. Meist werden die Konstrukte jedoch erschaffen, um die Welt zu verbessern, nicht aus reiner Profitgier.

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Wieviel kann man in einer Woche erreichen?

Dieser Artikel über die Entwicklung eines Computer-Rollenspiels innerhalb einer Woche hat meine Aufmerksamkeit erregt, nachdem er auf Hacker News hoch bewertet wurde. Zuerst fand ich ihn gar nicht so interessant, da ich selber schon Spiele in kurzer Zeit programmiert habe und es mich daher nicht wundert, dass es möglich ist.

Inzwischen denke ich aber, dass es doch mal wieder eine gute Anregung ist, über diese Erfahrung zu lesen. Ich vermute ein Grund warum man in einer Woche so viel schaffen kann ist, dass man sich wirklich auf die Aufgabe konzentriert, wenn man weiss man hat ein Zeitlimit. Wann ist man sonst so konsequent, jede Ablenkung auszublenden? Ausserdem wird man sich selber eher Abstriche an der Qualität zugestehen wenn man weiss, dass die Zeit begrenzt war. Der eigene Perfektionismus ist oft eines der grössten Hindernisse dabei, Dinge zuende zu bringen.

Dafür, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, setzt man (oder zumindest ich) erstaunlich wenige dieser Projekte um. Für mich ein Zeichen, dass eine Ein-Wochen-Situation etwas bringen könnte.

Nicht dass ich glaube mit so einer Aktion reich werden zu können, aber zumindest kann man vielleicht den ein oder anderen Traum verwirklichen, den man immer schon hatte. Zum Beispiel einen Film drehen: eine Woche reicht locker dafür aus, einen Kurzfilm zu drehen. Oder endlich ein Musikstück mit dem Computer aufnehmen und bearbeiten. Oder eben ein Computerspiel programmieren.

Wahrscheinlich wäre der Kurzfilm nach einer Woche noch nicht perfekt, ebensowenig wie das Rollenspiel aus dem Artikel nach der Woche perfekt war. Aber ein riesiger erster Schritt wäre getan, und man hätte sicherlich viel dabei gelernt.

Ich habe solche Wettbewerbe bisher immer dazu genutzt, um neue Techniken zu lernen. Für den 48 Stunden Spieleprogrammierwettbewerb habe ich beispielsweise vor Jahren mein erstes Handyspiel programmiert.

Eine Woche am Stück Zeit zu haben ist gar nicht so leicht, aber auch der Author aus dem Artikel hat sich eigentlich nur die Arbeitszeit einer Woche als Ziel gesetzt und die eigentliche Arbeit auf zwei Wochen ausgedehnt.

Ich nehme mir jedenfalls vor, möglichst bald zwei solcher Wochenprojekte durchzuführen: die Aufnahme eines Songs, und ein kleines Elektronikprojekt. Ich wollte schon immer ein bisschen Elektronik lernen, und es frustriert mich regelmässig, dass ich so selten Songs mit der Gitarre aufnahme.

Unmöglich ist es übrigens nicht, mit einem so kleinen Projekt viel Geld zu verdienen. In letzter Zeit häufen sich beispielsweise Meldungen über simple iPhone-Anwendungen, die überraschend erfolgreich waren. Zuletzt war die “Sound Grenade” in den Meldungen, deren Entwicklung angeblich nur einen Nachmittag erfordert hat und die derzeit 200$ pro Stunde an Werbeeinnahmen erzielt. Ich würde aber nicht auf so einen Erfolg spekulieren – bei dem Einwochen-Projekt steht für mich der Spass an oberster Stelle.

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Aktiencamp am 28.2.2009 in Berlin

Da ich ein Fan von Barcamps bin, finde ich das Aktiencamp in Berlin sehr interessant. Sicherlich muss man bei Aktien und Aktienempfehlungen generell vorsichtig sein, und das Aktiencamp wird von Firmen gesponsort, die bestimmt ihre eigenen Interessen verfolgen. Da die Teilnahme kostenlos ist, und Barcamps im allgemeinen nicht so streng organisiert sind wie normale Konferenzen, könnte es trotzdem eine gute Gelegenheit sein, mehr über die Investition in Aktien zu lernen, und interessante Kontakte zu knüpfen.

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf das Aktiencamp.

Ich glaube zwar nicht, dass es für Normalsterbliche möglich ist, mit Aktien reich zu werden (ausser man hat grosses Glück), trotzdem ist es wichtig zu verstehen, wie die Sache funktioniert. Einen Teil seiner Ersparnisse in Aktien anzulegen macht vermutlich Sinn – wobei ich zu dem Thema noch einiges schreiben will, wenn ich endlich die Zeit finde…

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Ein Buch schreiben in 20 Minuten…

…pro Tag. So viel Zeit reicht nach eigener Aussage Cory Doctorow, um ein Buch pro Jahr zu schreiben. In diesem englischsprachigen Artikel über Schreiben im Zeitalter der Ablenkungen erklärt er, wie er trotz der ständig präsenten Ablenkungsmöglichkeiten durch das Internet ein Buch pro Jahr veröffentlichen kann.

Ähnliche Tipps sind auch von anderen Autoren zu hören, beispielsweise in Stephen King’s sehr lesenswerter Autobiographie On Writing. Diese Kurzzusammenfassung von Cory Doctorow erscheint aber besonders pragmatisch:

  • Ein überschaubares Ziel für jeden Tag setzen, etwa ein bis zwei Seiten zu schreiben, und dies jeden Tag konsequent umsetzen. 20 Minuten pro Tag lassen sich immer abzwacken, in dieser Zeit absolut nichts anderes machen.
  • Aufhören, wenn das Tagesziel erreicht ist, selbst wenn es mitten im Satz ist. Letzteres ist sogar von Vorteil, da es einen guten Anknüpfungspunkt am nächsten Tag bietet.
  • Keine Nachforschungen anstellen, also nicht schnell bei Wikipedia nachschauen, wie der grösste Fluss Europas heisst. Englischsprachige Autoren schreiben stattdessen “TK” in den Text als Markierung, dass an dieser Stelle noch Details eingesetzt werden müssen. “TK” kommst sonst selten vor, daher kann der Text gut nach dieser Markierung durchsucht werden.
  • Keine Zeremonien, Abhängigkeit von einer bestimmten Umgebung oder Musik macht es nur schwieriger, schnell mal eben die 20 Minuten abzureissen.
  • Einfacher Text-Editor anstelle einer komplizierten Textverarbeitung.
  • Keine Ablenkung durch Instant Messenger, Email, Skype, Telefon und dergleichen.

Es klingt doch wirklich so, als wäre es einen Versuch wert. Ich persönlich hätte ja Lust, mal einen Fantasyroman zu schreiben… Für einen Bestseller muss man auch nicht die eleganteste Sprache haben, obwohl es vermutlich helfen würde.

Das Problem mit der 20 Minuten-Theorie ist, dass es so einfach klingt, dass man es schon wieder guten Gewissens verschieben kann. Hiermit nehme ich mir also vor, morgen mit dem Roman anzufangen (etwas nervös bin ich schon…).

Selbst wenn es kein Erfolgshit wird, überlegt nicht jeder mal in seinem Leben ein Buch zu schreiben? Zumindest hat man es dann mal probiert.

Ich nehme an mit der 20 Minuten-Methode erhält man erstmal eine Rohfassung eines Romans, nachher muss noch viel Zeit in dessen Überarbeitung investiert werden. Aber man wird wohl schon nach relativ kurzer Zeit feststellen, ob das Projekt überhaupt einen Sinn hat.

Ich habe Down And Out In The Magic Kingdom von Cory Doctorow gelesen, welches er zum kostenlosen download auf seine Webseite gestellt hat. Ich zähle es nicht zu den besten Science Fictions die ich jeh gelesen habe, aber es enthält einige interessante Ideen und macht somit nur noch mehr Mut, es auch einmal selbst zu versuchen.

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Realitätscheck aus dem Fernsehen

Heute bin ich nur müde und habe es gerade mal geschafft, das Blog neu aufzusetzen, nachdem ich jetzt doch den Namen “reich ohne job” anstelle von “hedgeblog” verwenden will. An die Vision kann ich mich gerade gar nicht mehr erinnern, aber das wird schon wieder mit ein bisschen Schlaf und Kaffee.

Beim Fernsehzappen kam nun ausgerechnet ein Beitrag über Kinder aus armen und reichen Familien. Eine Familie mit zwei Kindern, der Vater Kraftfahrer, die Mutter Bäckereiaushilfe. Vater muss noch Unterhalt für zwei weitere Kinder zahlen. Geld reicht noch nicht mal, um der Tochter Taschengeld zu geben, an MP3-Player und Handy ist schon gar nicht zu denken.

Auf Anhieb fällt mir da auch kein Ausweg ein, aber ich werde darüber nachdenken. Irgendeine Möglichkeit muss es doch geben. Das Problem ist, dass wohl keiner der Wege, die ich für mich in Betracht ziehe, auf diese Familie anwendbar ist.

Der Name meines Blogs ist vielleicht ein wenig provokativ, doch will ich mich auf keinen Fall über Menschen lustig machen, die wirklich am Existenzminimum leben. Gleichzeitig ist es eine Erinnerung daran, wie privilegiert ich noch bin – noch, denn wer weiss, ob ich nicht eines Tages auch froh sein werde um jeden Job, und sei er noch so schlecht bezahlt. Nicht nur weil momentan noch niemand weiss, wo die Wirtschaftskrise noch hinführen wird.

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Die erste und wichtigste Anlage

Es gibt genügend Bank- und Finanzberater die Überzeugunsarbeit leisten, damit wir frühzeitig unser Geld in festen Anlagen binden: am besten für die Verkäufer ist es, wenn wir uns gleich für die nächsten 30 bis 40 Jahre verpflichten, insgesamt ein paar Hunderttausend Euro in einen Rentensparplan einzuzahlen. Eine kleine Unterschrift, und schon ist man hoch verschuldet und fühlt sich auch noch gut dabei – vorerst, bis man feststellt, dass der Startschuss für das Rattenrennen längst gefallen ist.

Aber auch für kleine Sparpläne bringen die Berater gute Gründe vor, insbesondere sei dies die einzige Chance, das innere Anti-Sparschwein zu besiegen.

Sicher muss man sein Geld irgendwie anlegen und sich auch auf die Zukunft (Rente und anderes) vorbereiten. Mit der Wahl von guten Anlagen werde ich mich in diesem Blog sicher noch öfter befassen.

Ohne ein Spezialist für Anlageberatung zu sein, bin ich mir aber einer Sache sicher: wichtiger als jede Geldanlage ist erst einmal die Investition in die eigene Gesundheit. Wenn ich also 100€ im Monat übrig haben sollte, so investiere ich diese ersteinmal in eine Mitgliedschaft in einem Fitnessclub oder anderem Sportverein meiner Wahl. Auch die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse sollte oberste Priorität vor allem anderen haben.

Weitere Aspekte die zunächst abgedeckt werden sollten sind eine gesunde Ernährung, und ein Alltag, der nicht zu viel Stress verursacht. Eine Möglichkeit überschüssiges Geld anzulegen ist es Beispielsweise, sich zusätzliche Freizeit zu erkaufen. Anstatt einen 60-Stunden Job für 50000€ Jahresverdienst zu machen und 6000€ im Jahr auf das Sparbuch zu packen, empfiehlt es sich vielleicht eher, einen 40-Stunden Job für 40000€ im Jahr zu suchen und dafür auf die Ersparnisse zu verzichten.

Der Wert der eigenen Gesundheit wird hier vielleicht auch schon deutlich: Rechnen wir damit, dass ein Jahr der eigenen Arbeitskraft 40000€ wert ist, so müsste der 60-Stunden-Jobber 7 Jahre Stress schieben, um diese 40000€ anzusparen. In 7 Jahren kann man sich seine Gesundheit aber schon gründlich ruinieren. Übergewicht, durch Stresshormone angegriffenes Immunsystem und dergleichen können unterm Strich vielleicht mehr als nur ein Lebensjahr kosten (dies vermute ich jetzt einfach mal, ich bin kein Arzt). Der Stressjob könnte sich also als Minusgeschäft herausstellen.

Dies ist jedenfalls die Wahl, die ich aufgrund meiner persönlichen Prioritäten treffen würde. Dass jeder Job kurzfristige Stressphasen haben kann ist klar, und es mag auch kurzfristige Ziele geben, die solche Burstphasen für kurze Zeit rechtfertigen. Mir ist jedoch daran gelegen, in meinem Leben möglichst lange leistungsfähig zu bleiben. Nicht nur bringt die angesparte Rente nichts mehr, wenn man im Rentenalter nur noch ein physisches Wrack ist. Auch das Bankkonto leidet langfristig darunter, wenn man wegen Burnout oder Krankheit sein Arbeitsleben vorzeitig beenden muss.

Zudem ist Gesundheit die beste Zukunftsvorsorge. Selbst wenn das gesamte Wirtschaftssystem zusammenbrechen sollte, meine Ersparnisse entwertet würden und mein Job nicht mehr nachgefragt wäre: solange ich einigermassen gesund bin vertraue ich darauf, mich irgendwie durchschlagen zu können (notfalls als Pfandflaschensammler). Ist man hingegen krank und hat plötzlich kein Geld mehr um notwendige medizinische Betreuung zu bezahlen, wird es sehr, sehr schwierig.

Zum Abschluss als Lesetipp ein Buch zum Thema Stress, das mir sehr gut gefallen hat (allerdings auf englisch): Why Zebras Don’t Get Ulcers von Robert M. Sapolsky

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